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Arno Schley, Vorsitzender des DBV-Ausschusses für Bundesligaangelegeneheiten (Bild rechts), konnte zufrieden sein. Die beantragten Modifikationen der Badminton-Bundesliga sind beschlossene Sache: Die Delegierten des 46. Ordentlichen Verbandstages des Deutschen Badminton-Verbandes e. V. (DBV) nahmen am 12. Juni 2010 in Frankfurt am Main die vom Ausschuss für Bundesligaangelegenheiten eingereichten Anträge auf Änderungen in der DBVBundesligaordnung jeweils einstimmig an.
Damit gilt: Die 1. Bundesliga wird ab der Saison 2011/2012 von derzeit acht auf zehn Mannschaften aufgestockt. Während in der Saison 2010/2011 keine Mannschaft aus der 1. Bundesliga absteigen soll und die Meister der beiden 2. Bundesligen (Nord und Süd) die Eliteklasse ergänzen werden, gibt es ab der Saison 2011/2012 in der dann neuen 10er-Liga zwei Absteiger. Die Play-down-Runde, an welcher bislang jene Erstligateams beteiligt waren, die nach Beendigung der Hauptrunde die Plätze 5-8 belegten, wird abgeschafft. Die Play-offs werden dahingehend verändert, dass der Erstplatzierte nach der Hauptrunde direkt ins Play-off-Finale einzieht und die Teams auf den Rängen zwei und drei in einer Halbfinalpartie (gewissermaßen nur „Hinspiel“) den zweiten Finalisten ermitteln. Dabei hat der Zweitplatzierte Heimrecht. Auch das Play-off-Finale wird auf ein Spiel reduziert. Das Heimrecht liegt in dem Fall beim Tabellenführer, der sich direkt für das Endspiel qualifiziert hat.
Während über diese Modifikationen nur der Ordentliche DBV-Verbandstag entscheiden konnte, hatte die Bundesligavollversammlung nachfolgende – die Durchführungsbestimmungen der Bundesligaordnung betreffende – Änderungen bereits eigenständig beschließen können: Eine Mannschaftsbegegnung in der 1. Bundesliga wird künftig nur noch sechs statt wie bisher acht Spiele umfassen: zwei Herreneinzel, ein Dameneinzel, ein Herrendoppel, ein Damendoppel und ein Mixed. Das dritte Herreneinzel sowie das zweite Herrendoppel entfallen. In einem Pilotprojekt wurden für die Erstligasaison 2010/2011 vier Spieltage auf einen Dienstag festgelegt. Dabei handelt es sich um den 21.09.2010, den 30.11.2010, den 25.01.2011 und den 22.02.2011.
Diese Beschlüsse fasste die Bundesligavollversammlung in zwei Lesungen im März und April 2010. Erreicht werden soll durch die mannigfaltigen Umgestaltungen eine Steigerung der Attraktivität der Liga für Zuschauer und Medien und damit auch eine Erhöhung des Vermarktungspotenzials speziell der Eliteklasse. Turnusgemäß wurde in diesem Jahr ein Teil des DBV-Präsidiums neu gewählt: Dabei kandidierte sowohl der bisherige Vizepräsident für Leistungssport, Dietrich Heppner (Brauweiler), als auch der langjährige Vizepräsident für Wettkampfsport, Gerd Pigola (Leipzig), erneut. Beiden wurde von den Delegierten das Vertrauen für eine weitere Amtszeit ausgesprochen. Insgesamt gestaltete sich der 46. Ordentliche Verbandstag des DBV sehr harmonisch und konnte daher zügig durchgeführt werden. Dr. Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)
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