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DBV-Sportdirektor Kranitz ins BEC-Board of Directors gewählt

Hohe Anerkennung für Martin Kranitz: Der Sportdirektor des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) wurde beim Annual Delegates‘ Meeting (ADM) der Badminton Europe Confederation (BEC), der Mitgliederversammlung des europäischen Badminton-Verbandes, in das BEC-Präsidium (Board of Directors) gewählt. Der Deutsche Hochschulmeister von 1992 im Herrendoppel ist der einzige Vertreter aus Deutschland, der dem höchsten Gremium des Kontinentalverbandes angehört.

Die Delegierten stimmten mit überwältigender Mehrheit für Martin Kranitz, der in seinem neuen Ehrenamt schwerpunktmäßig in den Kommissionen „High Performance“ (Spitzensport) und „Major Events“ (Großveranstaltungen) tätig ist. Seit 2015 war der DBV-Sportdirektor bereits als Experte in diesen Kommissionen vertreten, nun entwickelt er den Badmintonsport darin als Mitglied der BECFührung weiter.

„Ich bin vor einiger Zeit gefragt worden, ob ich Interesse an einer Mitarbeit im Präsidium habe. Das Präsidium zeichnet sich durch eine gute Mischung aus jüngeren und erfahrenen Mitgliedern aus und ich denke, dass man gemeinsam etwas bewegen kann. Daher habe ich gerne zugesagt“, erläutert Martin Kranitz. Der 48-Jährige fügt hinzu: „Da ich in meiner Funktion für den DBV ohnehin bei vielen Großmaßnahmen, wie Europameisterschaften, vor Ort bin, ist der zeitliche Mehraufwand überschaubar.“ Die Amtszeit von Martin Kranitz im Präsidium der Badminton Europe Confederation läuft bis 2020.

Dem europäischen Badminton-Verband gehören aktuell 52 Nationen als Mitglied an. Deutschland zählt zu den elf Gründungsmitgliedern, die den Kontinentalverband im Jahr 1967 ins Leben riefen. Die BEC hat ihren Sitz in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Die EM als „Schlüsselturnier“

Individual-Europameisterschaften vom 26. April bis zum 1. Mai 2016 in La Roche-sur-Yon/Frankreich
Bei den diesjährigen Individual-Europameisterschaften im Badminton (26. April bis 1. Mai 2016 in La Roche-sur-Yon/Frankreich) geht es nicht allein in den fünf Disziplinen um die „Krone“ auf kontinentaler Ebene, sondern das Turnier ist auch im Hinblick auf die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro/Brasilien (5. bis 21. August) von großer Bedeutung: Als letztes Turnier im Rahmen der Olympiaqualifikation ist die EM nach Aussage von Martin Kranitz, Sportdirektor im Deutschen Badminton-Verband (DBV), ein „Schlüsselturnier in diesem Jahr“.

Während Deutschlands Nummer eins im Herreneinzel, Marc Zwiebler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim), das Olympiaticket bereits „in der Tasche“ hat und der DBV auch im Dameneinzel am Zuckerhut vertreten sein wird, gestaltet sich das Rennen um die Startplätze in den Doppeldisziplinen für die deutschen Spieler extrem eng. „Nach wie vor haben wir in allen drei Disziplinen eine Chance, die Qualifikation zu schaffen“, so der Sportdirektor – der zugleich mit Prognosen vorsichtig ist: „Ich glaube, dass sich in allen drei Doppeldisziplinen erst während der EM entscheidet, wer in Rio dabei sein darf.“ Schließlich werden parallel zu den europäischen Titelkämpfen die Asienmeisterschaften ausgetragen, bei denen die Badmintonasse aus China, Indonesien, Malaysia & Co. noch die Möglichkeit haben, viele Weltranglistenpunkte zu sammeln.

Ausschlaggebend für die Vergabe der Startplätze bei den Spielen der XXXI. Olympiade ist die Weltrangliste vom 5. Mai 2016. Sie basiert auf den Ergebnissen, die im Zeitraum 4. Mai 2015 bis 1. Mai 2016 bei Turnieren verschiedener Kategorien erzielt wurden. Im Dameneinzel ist die Frage nach der Olympiateilnahme sogar DBV-intern noch offen: Die amtierende EM-Dritte Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen) und die dreimalige Deutsche Meisterin Olga Konon (1. BC
Saarbrücken-Bischmisheim) liefern sich ein knappes Rennen um den einzigen Startplatz für den DBV in Rio in dieser Disziplin.

Bei der EM haben etliche deutsche Teilnehmer eine schwere Auslosung erwischt, für andere fiel diese hingegen durchaus gut aus. Grundsätzlich liegt in allen
Disziplinen ein Medaillengewinn durch Akteure des DBV im Bereich des Möglichen. Wer in La Roche-sur-Yon/Frankreich das Halbfinale erreicht, hat
Edelmetall sicher. Bei der EM wird der dritte Platz nicht ausgespielt, d. h., die unterlegenen Halbfinalisten erhalten beide eine Bronzemedaille.

Deutschland haben sich im Herreneinzel und im Dameneinzel zwei Aktive für die Titelkämpfe in La Roche-sur-Yon qualifiziert, in den Doppeldisziplinen gelang dies jeweils drei Paarungen. Dabei geben gleich mehrere Asse des DBV in Frankreich ihr Debüt bei Titelkämpfen dieser Art: Raphael Beck (1. BC Beuel; Jg. 1992), Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld; Jg. 1994) und Marvin Seidel (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Jg. 1995) bei den Spielern sowie Linda Efler (TV
Emsdetten; Jg. 1995) und Lara Käpplein (1. BV Mülheim; Jg. 1995) bei den Spielerinnen.

Marvin Seidel laboriert allerdings derzeit noch an einem Muskelfaserriss im Oberschenkel, sodass er seine EM-Premiere im Erwachsenenbereich möglicherweise verschieben muss. Auch dessen Vereinskollege Dieter Domke (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) ist verletzt: Der 29-Jährige hat Probleme mit dem Meniskus, weshalb hinter seinem Start bei der EM aktuell ebenfalls ein Fragezeichen steht. „Wir hoffen, dass es bei beiden Spielern mit der Teilnahme klappt“, meint DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.

Bei der EM werden am Donnerstag (28. April 2016) in allen Disziplinen die Achtelfinalmatches ausgetragen, am Freitag folgen die Viertelfinals. Der Samstag steht dann ganz im Zeichen der Halbfinalspiele und am Sonntag werden die Europameister gekürt.

Die deutschen Teilnehmer an der Individual-EM 2016

Herreneinzel

Marc Zwiebler

Dieter Domke

(1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)

(1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)

Dameneinzel

Karin Schnaase

Olga Konon

(SC Union Lüdinghausen)

(1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)

Herrendoppel

Michael Fuchs/Johannes  Schöttler

(beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)

Raphael Beck/Peter Käsbauer

(1. BC Beuel/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)

Mark Lamsfuß/Marvin Seidel

(1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)

Damendoppel

Johanna Goliszewski/Carla Nelte

(1. BV Mülheim/TV Refrath)

 

Isabel Herttrich/Birgit Michels

BC Saarbrücken-Bischmisheim/1. BC Beuel)

 

Linda Efler/Lara Käpplein

(TV Emsdetten/1. BV Mülheim)

Mixed

Michael Fuchs/Birgit Michels

(1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/1. Beuel)

 

Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich

(1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)

 

Marvin Seidel/Linda Efler

(1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/TV Emsdetten)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Titelträger von 2014

Herreneinzel

Jan Ø. Jørgensen (DEN)

Dameneinze

Carolina Marin (ESP)

Herrendoppel

Vladimir Ivanov/Ivan Sozonov (RUS)

Damendoppel

Christinna Pedersen/Kamilla Rytter Juhl (DEN)

Mixed

Joachim Fischer Nielsen/Christinna Pedersen (DEN)

 Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)

Auf dem Weg zu ewigem Ruhm

Auf der Jagd nach dem Rekord: Wenn vom 4. bis zum 7. Februar 2016 in Bielefeld die 64. Deutschen Einzelmeisterschaften ausgetragen werden, hat Marc Zwiebler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) die Möglichkeit, deutsche Sportgeschichte zu schreiben: Holt der 31-Jährige erneut im Herreneinzel den Titel, würde er mit dann neun DM-Siegen in dieser Disziplin den bisherigen Rekordhalter Dr. Wolfgang Bochow überholen. Dieser verzeichnete in den 1960er- und 1970er-Jahren – wie Marc Zwiebler bis dato – acht Titelgewinne im Herreneinzel (1963, 1964, 1966, 1967, 1968, 1970, 1972, 1975). Marc Zwiebler ließ der Konkurrenz in den Jahren 2005, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013 und 2015 bei den nationalen Titelkämpfen keine Chance und ist 2016 erneut der Top-Favorit auf den Gewinn der Goldmedaille.

Als größter Herausforderer des Europameisters von 2012 und zweimaligen Olympiateilnehmers (2008, 2012) gilt in diesem Jahr Dieter Domke. Der 28 Jahre alte Mannschaftskollege von Marc Zwiebler beim 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim erreichte 2006, 2008 und 2011 in Bielefeld das Halbfinale und wurde 2010 und 2012 Deutscher Vizemeister. Der „ganz große Coup“, der Titelgewinn, blieb dem Bronzemedaillengewinner bei den 1. Europaspielen allerdings bislang verwehrt.

Der letztjährige DM-Zweite muss in diesem Jahr auf einen Start in Bielefeld verzichten: Der 20 Jahre alte Fabian Roth, der 2013 den EM-Titel im Herreneinzel U19 holte und 2015 erstmals bei einem internationalen Turnier im Erwachsenenbereich Platz eins belegte, ist aufgrund von Hüftproblemen zum Pausieren gezwungen.

Gespannt sind die Badmintonfans dafür schon auf die Auftritte der anderen jüngeren Spieler in der Seidensticker Halle – wie von Max Weißkirchen (1. BC Beuel), der 2014 an den Olympischen Jugendspielen teilnahm und amtierender Vize-Europameister im Herreneinzel U19 ist. Schließlich ist schon vielen aufstrebenden Nachwuchsassen bei den Deutschen Meisterschaften eine Überraschung gelungen.

Im Herrendoppel ist in Bielefeld hingegen keine erfolgreiche Titelverteidigung möglich: Max Schwenger (TV Refrath) und Josche Zurwonne (SC Union
Lüdinghausen), die 2015 im Finale die damals amtierenden Champions Michael Fuchs und Johannes Schöttler (beide 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) bezwangen und damit jeweils ihren ersten DM-Sieg im Erwachsenenbereich verbuchten, können 2016 verletzungsbedingt nicht in der Seidensticker Halle
aufschlagen: Max Schwenger benötigt nach seiner im vergangenen Jahr erfolgten Hüft-Operation noch Zeit zur Rehabilitation.

Auch die aktuellen Deutschen Vizemeister werden nicht in Bielefeld starten: Michael Fuchs und Johannes Schöttler weilen am ersten Februarwochenende bereits in Thailand, wo am 8. Februar in der Hauptstadt das Grand Prix Gold-Turnier Princess Sirivannavari Thailand Masters beginnt. „Das Turnier ist im Hinblick auf die Olympiaqualifikation wichtig und diese hat in diesem Jahr oberste Priorität“, erläutert Chef-Bundestrainer Holger Hasse. Entscheidend für die Vergabe der Startplätze bei den olympischen Badmintonwettbewerben in Rio de Janeiro ist die Weltrangliste vom 5. Mai 2016. Michael Fuchs geht in Bangkok zudem mit Birgit Michels (1. BC Beuel) im Mixed an den Start, mit der er 2015 zum fünften Mal in Serie gemeinsam bei den Deutschen Meisterschaften die
Goldmedaille holte. Somit wird auch die 31 Jahre alte Olympiateilnehmerin von 2008 und 2012 diesmal nicht in Bielefeld aktiv sein.

Deutschlands Nummer eins im Dameneinzel, Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen), schlägt ebenfalls in Thailand auf. Damit scheint der Weg für Olga Konon (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) frei, den insgesamt dritten DM-Titel nach 2012 und 2015 zu verbuchen. Die 26-Jährige tritt in diesem Jahr auch als Topgesetzte in Bielefeld an. Setzplatz zwei hat Fabienne Deprez (BV Gifhorn) inne, die Deutsche Meisterin von 2013 und Vizemeisterin von 2014 und 2015.
Interessant wird dabei sein, ob Nachwuchstalente wie Luise Heim und Yvonne Li für eine Überraschung sorgen können.

Die 19 Jahre alte Luise Heim (1. BC Beuel) und die 17-jährige Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen) zählen zu den größten Hoffnungen des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) im weiblichen Bereich. So qualifizierte sich Luise Heim z. B. für die Olympischen Jugendspiele 2014 und gewann 2015 bei der U19-EM Bronze im Dameneinzel. Yvonne Li ist die amtierende Europameisterin im Mädcheneinzel U17 und holte bei der U19-EM 2015 – zusammen mit Eva
Janssens (1. BC Beuel) – Bronze im Damendoppel.

Während im Damendoppel eine erfolgreiche Titelverteidigung von Johanna Goliszewski und Carla Nelte (1. BV Mülheim/TV Refrath) wahrscheinlich ist, besteht im Herrendoppel und im Mixed für gleich mehrere Paarungen die Chance, sich erstmals einen DM-Titel im Erwachsenenbereich zu sichern. „Im Herrendoppel haben zuletzt z. B. Raphael Beck und Peter Käsbauer sehr stark aufgespielt, die zwei internationale Turniersiege verbuchen konnten, aber auch Mark Lamsfuß und Marvin Seidel“, so Chef-Bundestrainer Holger Hasse. Peter Käsbauer (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) wurde zwar schon mehrmals Deutscher Vizemeister, er konnte bislang aber keinen Titel gewinnen. Im Mixed gebe es ebenfalls viele junge Paare, die international auf sich aufmerksam gemacht hätten, meint der Chef-Coach. Neben dem Duo Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim), das in Bielefeld an Nummer eins gesetzt ist, seien dies z. B. Marvin Seidel und Linda Efler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/TV Emsdetten; Setzplatz 2). Mit Spannung wird zudem der gemeinsame Auftritt von Marc Zwiebler und Carla Nelte (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/TV Refrath) erwartet. Auch die letztjährige DM-Zweite
im Gemischten Doppel (zusammen mit Max Schwenger) und der Weltranglisten-19. im Herreneinzel sind durchaus dazu in der Lage, im Mixed den Titel zu holen.

An den Veranstaltungstagen Donnerstag und Freitag (4./5. Februar 2016) werden bei den Deutschen Einzelmeisterschaften in allen Disziplinen Vorrundenspiele ausgetragen. Die Viertelfinalpartien in allen Disziplinen finden am Samstag (6. Februar 2016) ab 10.00 Uhr statt, die Halbfinalspiele ab 15.30 Uhr. Die Finalspiele in allen Disziplinen kommen am Sonntag (7. Februar 2016) ab 11.00 Uhr zur Austragung.

Claudia Pauli (DBV-Pressesprecherin)

Spanierin will Revanche

Figurbetonte, farbenfrohe Kleider, Weltklasse-Schläge, schrille Jubelschreie und Tränen, nachdem sie letztlich „nur“ Platz zwei belegte: Bei den YONEX German Open 2015 machte die Spanierin Carolina Marin in vielerlei Hinsicht auf sich aufmerksam. In diesem Jahr möchte die inzwischen zweimalige Weltmeisterin im Dameneinzel bei den Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland (1. bis 6. März 2016) höchstens vor Freude weinen: Die 22 Jahre alte Weltranglistenerste tritt in der RWE-Sporthalle in Mülheim an der Ruhr als Topgesetzte an und beabsichtigt, bei dem für den Deutschen Badminton-Verband (DBV) bedeutsamsten Turnier „endlich“ ihren ersten Titel zu verbuchen.

Dies will u. a. Vorjahressiegerin Sung Ji Hyun aus Korea verhindern, die ebenfalls erneut für die YONEX German Open gemeldet hat und in Mülheim an der Ruhr auch in früheren Jahren schon sehr erfolgreich war. Damit planen 2016 in vier Disziplinen die Titelverteidiger einen Start bei dem Grand Prix Gold-Turnier
– schließlich stehen auch Jan Ø. Jørgensen (Herreneinzel), Mads Conrad-Petersen/Mads Pieler Kolding (Herrendoppel) und Kamilla Rytter Juhl/Christinna Pedersen (Damendoppel; alle aus Dänemark) auf der Meldeliste.

Nicht zuletzt dürfen sich die Badmintonfans bei den diesjährigen YONEX German Open auf zwei Olympiasieger von 2012 freuen: Der fünfmalige Weltmeister im Herreneinzel, Lin Dan, hat ebenso sein Kommen angekündigt wie Dameneinzel-Spezialistin Li Xuerui (beide aus China). Als weitere Superstars wollen u. a. der Däne Viktor Axelsen (Herreneinzel; Weltranglistenplatz 6), das koreanische Spitzendoppel Lee Yong Dae/Yoo Yeon Seong (Weltranglistenplatz 1), das Ehepaar Chris und Gabrielle Adcock aus England (Mixed; Weltranglistenplatz 7), die amtierenden Europameister Vladimir Ivanov/Ivan Sozonov aus Russland (Weltranglistenplatz 11), das japanische Top-Doppel Hiroyuki Endo/Kenichi Hayakawa (Weltranglistenplatz 6) und die „Überraschungs-Weltmeisterin“ von 2013, Ratchanok Intanon (Thailand; Weltranglistenplatz 5), den traditionell äußerst begeisterungsfähigen Zuschauern in der RWE-Sporthalle Grund zum Jubeln bieten.

Aus Deutschland werden sowohl die Olympiakandidaten als auch hoffnungsvolle Nachwuchsasse am Start sein – in der Hoffnung, mit Unterstützung der heimischen Fans besonders viele Punkte für die Weltrangliste gewinnen zu können.

„Es haben insgesamt fast 400 Spieler aus 43 Nationen für die YONEX German Open gemeldet – manche davon in zwei Disziplinen. Alleine im Herreneinzel wollen 100 Athleten in Mülheim aufschlagen, darunter die absoluten Superstars der Badmintonszene. Das zeigt einmal mehr, wie beliebt das Turnier ist. Sicherlich geht es vielen Spielern auch noch darum, Weltranglistenpunkte für die Olympiaqualifikation zu sammeln“, sagt Tanja Kruppa aus dem Event Office der YONEX German Open. Während bei dem Turnier im Herreneinzel 64 Startplätze zur Verfügung stehen, sind es in den anderen Disziplinen jeweils 32.

Claudia Pauli (DBV-Pressesprecherin

Badminton-Bundesligen beschreiten neue Wege

Vertreter des DBV-Präsidiums begrüßen Überlegungen der Vereine zur Professionalisierung der Badminton-Bundesligen

Sitzung von Bundesligaausschuss und DBV-Präsidium am 8. August 2015 in Mülheim

Im Anschluss an die Besprechung/Genehmigung der Ranglisten für die Bundesligasaison 2015/2016 hatte der DBV-Ausschuss für Bundesligaangelegenheiten (AfBL) das DBV-Präsidium zu einem Gespräch eingeladen, um über die Ergebnisse der Klausurtagung der Bundesligavereine am 20./21. Juni 2015 zu informieren. Neben einer Angleichung z.B. der Anzahl der Spiele pro Begegnung und der Staffelgröße von 1. und 2. Bundesliga sowie Optimierungen bei Präsentation und Hallenbild, sehen die Bundesligavereine insbesondere eine schnellere und direktere Einflussnahme auf die Bundesligaregularien und im Bereich Vermarktung/Bewegtbildrechte als erforderlich an.

Derzeit bedarf eine Vielzahl von Entscheidungen zur Bundesliga der Zustimmung des Verbandstages, also der Delegierten der Landesverbände. Als positive Beispiele in Bezug auf die Professionalisierung des Ligabetriebs werden die Deutsche Tischtennis Liga und die Deutsche Volleyball Liga gesehen, wo die jeweiligen Spitzenverbände die Rechte an eine GmbH übertragen haben.

Das DBV-Präsidium, vertreten durch den Präsidenten, Vizepräsidenten Leistungssport und Geschäftsführer, äußerte weitgehende Zustimmung zu den Überlegungen der Bundesliga. DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst: „Die Überlegungen der Vereine sind nachvollziehbar und werden von uns grundsätzlich unterstützt. Die Gründung einer GmbH ist, insbesondere auch wegen der damit verbundenen Kosten, wahrscheinlich erst mittelfristig umsetzbar. Aber gerade deshalb müssen schnellstmöglich alle bereits jetzt möglichen Wege zu einer Professionalisierung und mehr Selbstbestimmung eingeschlagen werden. Ein wichtiges Thema ist die Produktion von Bewegtbildern für eine Verbreitung im Internet. Ich hoffe, die Idee zum Live-Streaming kann schnell umgesetzt werden.“

Dietrich Heppner, DBV-Vizepräsident Leistungssport, ergänzt: „Die Badminton-Bundesliga ist einer der wichtigsten Bereiche für den DBV. Die Bundesligen sind neben der Nationalmannschaft das Aushängeschild des Verbandes, die Bundesligavereine sind Aktivposten in der Nachwuchsarbeit und wesentlicher Unterstützer der Bundeskaderathleten. Wir müssen gemeinsam alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Bundesliga attraktiver zu machen.“

Einvernehmlich wurde auch festgehalten, den Bundesligavertretern im Rahmen der Zusammenkünfte des DBV-Präsidiums mit den Präsidenten/Vorsitzenden der Badminton-Landesverbände die Gelegenheit zu geben, die Anliegen der Bundesliga vorzutragen.

Bereits am 15. August 2015 findet die nächste Bundesligavollversammlung statt, auf der das weitere Vorgehen hinsichtlich einer Neuausrichtung der 1. Bundesliga und der 2. Badminton-Bundesligen beraten wird.

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